KZVK und VKPB sind zwei kirchliche Versorgungskassen in Dortmund: Die KZVK (Kirchliche Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen) gewährleistet Betriebsrenten für Angestellte in Kirche und Diakonie, die VKPB (Gemeinsame Versorgungskasse für Pfarrer und Kirchenbeamte) stellt die Versorgungsansprüche von Pfarrern und Kirchenbeamten sicher. Beide Kassen sind als Anstalten des öffentlichen Rechts organisiert und arbeiten am gleichen Standort in Organisationsgemeinschaft: Gleichartige Aufgaben werden gemeinsam wahrgenommen – neben den administrativen und steuernden Aufgaben gilt dies insbesondere für den Bereich der Kapitalanlagen.
Der folgende Case beschreibt den Weg zur Arbeitgeberpositionierung (AGP) unter einem kommunikativ-strategischen Dach.
Ausgangslage
Zusammen mit KZVK und VKPB haben wir uns Anfang 2025 auf den Weg gemacht, herauszufinden, was das ist, was die Menschen bei KZVK und VKPB verbindet, was die Arbeitskultur von anderen Arbeitgebern unterscheidet – aber auch, was es in Zukunft mehr braucht, um weiterhin erfolgreich zu sein.
Das Ziel: eine Arbeitgeberpositionierung, die von innen nach außen glaubwürdig, attraktiv und authentisch vermittelt, warum man bei KZVK und VKPB bleiben oder zu ihnen kommen sollte.
Analyse
Unter dem Motto „Das sind wir“ sind wir Mitte 2025 in Workshops und Interviews in Dialog gegangen, um Antworten zu erhalten. Mitarbeitende, Mitarbeitendenvertretungen und Vorstände wurden persönlich befragt. Es wurden extern moderierte Workshops, Interviews und eine Online-Befragung mit Mitarbeitenden durchgeführt.


Die Antworten auf o. g. Fragen wie auch die gesprochenen Zitate der Befragten wurden anschließend thematisch geclustert und qualitativ wie quantitativ ausgewertet.
Dabei zeigte sich, dass viele ein sehr ähnliches Bild vom Arbeitgeber hatten, ganz gleich in welchem Bereich jemand tätig war. KZVK und VKPB wurden mehrheitlich als sicherer Arbeitgeber wahrgenommen, bei dem man viel mitgestalten kann. Dabei wurde nicht wesentlich zwischen den beiden Marken unterschieden, sie wurden vielmehr als eine Einheit erlebt.
Strategieentwicklung
In der vertieften Diskussion mit Vorstand und Projektteam wurden die verschiedenen Kulturmerkmale auf drei Kernthemen für die Arbeitgeberpositionierung eingegrenzt:
Was die Menschen bei KZVK und VKPB verbindet:
Wir sehen zuerst den Menschen: Wir helfen einander, sorgen füreinander und achten ganz bewusst auf ein gutes Miteinander.
Viele berichteten auch, dass sie im Freundes- und Bekanntenkreis über ihren Arbeitgeber sprechen und über Weiterempfehlungen von Mitarbeitenden auf KZVK und VKPB als Arbeitgeber aufmerksam geworden sind. Denn, auch das zeigte sich: Viele im erweiterten Umfeld der Mitarbeitenden kannten KZVK und VKPB als Arbeitgeber nicht – es sei denn, man hat sich vorher bereits im Kontext der evangelischen Kirche und Diakonie bewegt.
O-Töne VON MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERN
- „Ich schätze das Miteinander hier im Haus. Es macht Spaß hier zusammenzuarbeiten, Ellenbogen kennt hier keiner.“
- „Hier richtet sich der Blick auf die Menschen, die im Unternehmen arbeiten.”
Viele berichteten auch, dass sie im Freundes- und Bekanntenkreis sprechen und selbst häufig über Weiterempfehlungen von Mitarbeitenden auf die KZVK/VKPB als Arbeitgeber aufmerksam geworden sind. Denn, auch das zeigte sich: viele im erweiterten Umfeld der Mitarbeitenden kannten die KZVK/VKPB als Arbeitgeber nicht – es sei denn, man hat sich vorher bereits im Kontext der evangelischen Kirche und Diakonie bewegt.
Was KZVK und VKPB von anderen Arbeitgebern kulturell unterscheidet:
Unsere Arbeit erfüllt uns und tut gut: uns und vielen Menschen, für die wir jeden Tag arbeiten und etwas Gutes bewirken können.
Wir haben herausgefunden, dass die Wirkung, die die Mitarbeitenden mit ihrer Arbeit täglich für viele Menschen leisten, ein wesentlicher Motivationsgrund für deren tägliche Arbeit ist. Manche erleben dies sehr direkt, manche kennen es eher vom Hören-Sagen.
O-Töne VON MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERN
- „Ich bin bei den ‚Guten‘“
- „Für mich ist es wichtig, für wen wir das hier ja alles machen – das ist zugleich mein Motivator.“
- „WOFÜR ich arbeite, das ist wichtig.”
- „Wir sind im ‚Auftrag des Guten‘ unterwegs.“
In einer nachgelagerten Online-Validierung stellte sich heraus, dass sich dieser Wirkungskreis für die Mitarbeitenden nicht nur auf Menschen in der Diakonie und der evangelischen Kirche beschränkt hat, sondern mit einer grundsätzlichen Haltung zu tun hat, Gutes tun zu wollen. Und dass dieses Gute auch auf viele zurückwirkt.
Wohin sich KZVK und VKPB intern mehr entwickeln wollen:
Wir wollen gemeinsam klarere Strukturen schaffen durch ein einheitliches und transparentes Verständnis von der Art, wie wir arbeiten, kommunizieren und führen.
Vorstand und Mitarbeitende haben in der Erhebung signalisiert, dass es in Zukunft klarere Strukturen braucht, um schneller zusammen zu Entscheidungen zu kommen. Eine Führungskultur mit definierten Leitlinien gehört ebenso dazu wie standardisierte Prozesse und eine klarere Kommunikation.
O-Töne VON MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERN
- „Konflikte offen austragen, offene Streitkultur fördern, Dinge, die stören, an- und aussprechen.“
- „Schnellere Entscheidungsprozesse“
- „Gleiche Führungsgrundsätze / Leitlinien etablieren.“
- „Strukturierte und definierte Arbeitsabläufe festlegen”
- „Leitplanken geben”
Finale EVP
Die zentrale Positionierungsaussage fasst das Arbeitgeberversprechen zusammen:
Wir bei KZVK und VKPB sehen zuerst den Menschen: Wir helfen einander, sorgen füreinander und achten ganz bewusst auf ein gutes Miteinander. Unsere Arbeit erfüllt uns und tut gut: uns und vielen Menschen, für die wir jeden Tag arbeiten und etwas Gutes bewirken können. In Zukunft wollen wir gemeinsam klarere Strukturen schaffen durch ein einheitliches und transparentes Verständnis von der Art, wie wir arbeiten, kommunizieren und führen.
Kulturelle Passungskriterien
„WIR TUN GUT(ES)“ ist das Thema, für das KZVK und VKPB nach außen in Zukunft noch bekannter werden wollen. Es beantwortet die Frage: Was hat dieser Arbeitgeber, das andere so nicht haben? – und zwar auf einer Gefühlsebene.
Genauso wichtig ist es, zu wissen, wer zu dieser Arbeitskultur passt: Menschen, die die Werte von KZVK und VKPB teilen und ihren Weg Richtung Zukunft gerne mitgehen wollen.
Das sind Menschen, die Arbeit nicht als reines Mittel zum Zweck sehen, sondern als Raum, in dem Menschen füreinander Verantwortung übernehmen und gemeinsam Wirkung entfalten. Denen es darum geht, dass Sinn und Zusammenhalt spürbar sind – im Team, in der Kommunikation und im Ergebnis ihrer Arbeit.
Zu KZVK und VKPB passt man besonders gut, wenn er/sie folgende Vorstellungen hat:
- In einem Umfeld zu arbeiten, in dem Menschlichkeit zählt.
- Zu erleben, dass das eigene Tun und Wirken einen positiven Unterschied macht.
- Gemeinsam mit anderen etwas aufzubauen und weiterzuentwickeln.
- Klarheit darüber zu haben, wie Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit funktionieren.
Kundenfeedback
„Die Zusammenarbeit mit Vera war für uns eine große Bereicherung. Vera hat sich schnell auf unsere Besonderheiten als kirchlicher Träger eingestellt und sich mit unseren Strukturen vertraut gemacht. Die Begleitung während des Prozesses war sehr eng und es bestand jederzeit die Möglichkeit zwischen den Terminen Fragen zu stellen, die stets umgehend beantwortet wurden. Die Kommunikation erfolgte immer auf Augenhöhe und auch die Zusammenarbeit mit den Partnern von Lucky YOU funktionierte sehr gut.“
— Tina Elischewski, KZVK
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Projektstart: Januar 2025
Projektabschluss (EVP): November 2025
Kunde: Kirchliche Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen
Team: Vera Koltermann (Analyse, Beratung & Strategie), Dr. Anja Vomberg (Interne Kommunikations- und Markenstrategie), Alexandra Dawid (Graphik & Creative Design), Annika Reissig-Säck (Projektmanagement), Prof. Marco Schwenke (Research)





