Leadershop Workshops sind eine wichtige Maßnahme, um die EVP intern zu verankern. Die Arbeitgeberpositionierung wurde im Jahr 2019 unter Beteiligung der gesamten Organisation (Kulturanalyse mit Mitarbeitenden, Führungskräften und Geschäftsleitung) entwickelt und ausgerollt. Nach einer unternehmensweiten Launch-Kommunikation in einem Townhall-Meeting des Vorstands lag der Fokus in den Jahren danach v.a. auf der externen Aktivierung und dem Rollout einer Recruiting-Kampagne, in der eigene Mitarbeitende als Testimonials zum Einsatz kamen. Eine Kernbotschaft für die Zukunft des Unternehmens war 2019 den Menschen stark in den Mittelpunkt zu setzen, aber gleichzeitig die Leistung und den Beitrag jedes Einzelnen stärker einzufordern.
Der HR-Bereich hatte sich 2024 zum Ziel gesetzt insbesondere die Führungskräfte noch mehr zu befähigen einerseits als Vorbild für diese Positionierung zu fungieren und andererseits dies auch stärker von den eigenen Teams einzufordern.
Unser Auftrag lag in einem 90-minütigen Workshop mit ca. 40 Führungskräften
- Die Botschaft inspirierend zu vermitteln
- Die Zielsetzung und Erwartungshaltung zu verdeutlichen
- Mit partizipativen Methoden gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln
- Die Ergebnisse im erweiterten Plenum einer Management-Veranstaltung vorzustellen
Vorgehen
Die Veranstaltung fand live im Rahmen eines Leadership Events statt, wo in verschiedenen Sessions an unterschiedlichen Themen gezielt gearbeitet wurde. Die Teilnehmenden konnten sich selbst interessengeleitet für die Themen eintragen, so dass die, die am Thema arbeiteten, vorr. auch große Relevanz darin sehen und eine hohe Motivation zur Mitarbeit mitbringen.
Das Vorgehen für den Workshop war in drei Bereiche unterteilt:
- Entwicklung von Maßnahmen-Steckbriefen (Kleingruppenarbeit) mit anschließender Priorisierung (Punkte-System)ele Texte und Anwendungen z.T. auch veraltet oder widersprüchlich waren. Die Connecting Power war kaum erlebbar.
- Gemeinsamer Blick auf die Arbeitgeberpositionierung und deren Zielsetzung
- Abgleich mit dem Status Quo durch Review von HR-Erkenntnissen zur Erlebbarkeit der Arbeitgeberpositionierung (u.a. aus Exit-Interviews, Mitarbeiter-Befragungen und Führungskräfte-Bewertungen)
Erkenntnisse und Ergebnisse
Bereits zu Beginn zeigte sich, dass nahezu keiner der anwesenden Führungskräfte die Arbeitgeberpositionierung bekannt war. Damit war auch eine Integration der Inhalte in den Arbeitsalltag nicht möglich. Eine zentrale Erkenntnis lag darin, dass die Vermittlung der Arbeitgeberpositionierung fester Bestandteil des Onboardings werden muss.
Darüber hinaus wurde deutlich, dass die aktuelle Leistungsbeurteilung in den Jahresgesprächen in Richtung der Arbeitgeberpositionierung angepasst werden muss, um eine nachhaltige Kultur des Förderns & Forderns zu schaffen.
Außerdem zeigte sich, dass seit Rollout so gut wie keine interne Kommunikation mehr stattgefunden hat, um die Positionierung und dahinterliegende Maßnahmen dauerhaft in den Köpfen von Führungskräften und Mitarbeitenden zu verankern.
Diese und weitere Ansatzpunkte zur besseren Verankerung der Positionierung über Führungskultur wurden im Plenum und in Kleingruppen diskutiert und weiterentwickelt.
Am Ende waren 18 konkrete Maßnahmen-Steckbriefe entwickelt worden, die innerhalb der Gruppe gemeinsam bewertet und priorisiert wurden. Insbesondere die drei o.g. Aspekte standen kurzfristig am meisten im Fokus. Ein weiterer wichtiger Baustein lag in der Weiterführung der durch das Event entstandene Gruppe im Sinne von Peer Learnings, moderiert durch HR.
Es wurde deutlich, dass es vor dem Event Hemmnisse gab, mit konkreten Fragen auf HR zuzugehen, so dass viele Führungskräfte eher individuell und autodidaktisch auf Basis persönlicher Annahmen vorgingen.
Outlook
Die definierten Maßnahmen werden in einer chronologischen Planung dem Vorstand durch HR vorgestellt. Die Ergebnisse daraus werden an die Gruppe in einem Follow-up rückgekoppelt. In einem Refresh der Arbeitgeberpositionierung soll den internen und externen Weiterentwicklungen – auch in Bezug der Transformation als Arbeitgeber – Rechnung getragen sowie die Workshop-Erkenntnisse mit berücksichtigt werden.
Kunden-Feedback
„Die Zusammenarbeit mit Vera ist durchgehend positiv. Ich kann die Zusammenarbeit zu 100% weiterempfehlen und wir werden auch in Zukunft auf Vera und Lucky You zurückgreifen.“
— Deniz Sen, Stadtwerke Düsseldorf
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Projektstart: Juli 2024
Projektabschluss: September 2024
Kunde: Stadtwerke Düsseldorf
Team: Vera Koltermann (Konzeption, Beratung & Moderation)

